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„Beklage nicht was nicht zu ändern ist,
        ändere was zu beklagen ist“                   W. Shakespeare   

    


Prolog

Diese Homepage entstand aus dem alleinigen Wissen, dass Granit nicht mit Kupfer oder einem Dolerithammer bearbeitet werden kann, schon gar nicht so, wie es von den Ägyptern der ersten Dynastien praktiziert wurde.  

Die Beiträge  #1–77 im Thread "Die Eisenwerkzeuge zur Zeit des Cheoops" wurden bis zum Erlöschen des Forums “Faszination-Aegypten.de“, im Dezember 2010, unter meinem Mitgliedsnamen “Cheopsquängler“  (cq), veröffentlicht.

Die bis dahin geschaffenen Grundlagen bestärkten mich, auch ohne Zuhörerschaft des Forums, das Thema zu festigen.  
Der seitdem zusammengetragene Wissenskatalog belegt unzweifelhaft die Herstellung und die Nutzung des Eisens zu Beginn der dynastischen Zeiten um 3000 v. Chr. in Ägypten.  

Einen Tipp, wo man das Lesen anfangen sollte  kann ich leider nicht geben, denn alle Diskussionspunkte sind Bestandteil zur Klärung der bislang einseitig publizierten Metallurgie für das Alte Ägypten.  



Letzte Änderung/Ergänzung am     24.01.12, Eisenfunde


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Inhaltsverzeichnis   und Anhang    Eisenfunde aus dem alten Ägypten   

#       DATUM       Inhalt / Beschreibung                                     


SEITE    I
 

1       080323      Einleitung, Betrachtung der baulichen u. 
         bildhauerischen Leistungen im Alten Reich und Frage
         zur Eisenverwendung.  

2       080328     Chepri:  Benben – Kernbohrung   3;4;6       
                          Aset-Hotep Kritik und in # 6 o.k.  

5       080329      Hinweis zu Mineralienatlas / Eisen / antike Welt                              

7       080330      Erfindungen,  Ägypter stellen erste
                          Gebrauchsgegenstände aus Eisen her  

8       080407      Amasis:  Meteoriteisen prädynastisch und seit - 3000

9       080413      Antw.  auf  # 9  ,,Schlagenergie der  Werkzeuge“  

10     080426      Teil II   Rohmaterial als Nebenprodukt der vordynastischen u. dyn. Kupferproduktion. Königsgrab 1. Dynastie, >> Grabbeigaben , Propyläen der Weltgeschichte: Wilson,  Pittioni  >>  frühgeschichtliches Eisen aus der Kupferproduktion ??  

11     080427      Nachtrag zu Teil II = Eisen + Kupfer Gruben,
                          historische Vorkommnisse, Eisenerze Teil III,
                          Bahariya / Al-Harra, oberblächennahe Fe-Oxidationszone  

12     080427      Teil IV,  Montanwesen:  Raseneisenstein, 
                          Eisenhydroxid, Link zu Alfred Bullermann´s Rennofen  

13     080501      Schlussreport zu Rohstoffe, Energie/Wälder + Hypothese  

14, 15                 Chepri: der Wald- und Holzbestand im alten Ägypten + Antwort




SEITE   II

16     080502      Chepri: ich biege mir was zurecht, pure
                          Phantasie  

17     080510      Gegenantwort mit Holzbau , Link Landesamt 
                          für Denkmalpflege Forstwirtschaft  

18     080511      Chepri  Schluß und Ende mit der
                          Erdbeeren-These  

19  080718      Geschichte des Kupfers > Pittioni,,   Link Prof. Dr. Föll,    es kann jedoch nicht  angehen … >  schmieden von Meteoreisen; Brief Hattusilis an Ramses, Soden:  Eisendolche von Alaca Hüyük und  Ur,   um 2400 Akkader in Anatolien.  

20     080719      Chepri : eiserne Throne und Himmelsketten,  tellurisches Eisen ab 18 . Dynastie   aus dem Norden / Syrien ?
/ Anatolien ? 

21     080828      Werkzeugspuren:  Siliotti und Lehner: Meißelspuren;  K. Dohrmann Analyse; D. Stocks Feuersteinmeißel; Westendorff : Relief Steinmetze mit Hammer und schlanken Meißel, M. C. Petro : Beschreibung der Hieoglyphe  "mr"   

22     080829      Chepri glaubt nur an Eisenfunde  

23     080914      Eisen wiegen,, Meteoreisen: Amasis usw., Mineralienatlas Lexikon Nagada –4000 verhüttetes Fe. Evolution durch Kupferschmelzer, und –Verlauf,  Amboss; Die ersten eisernen Kratzer, mit Skulpturbeschreibung. Eisenwerkzeuge vor Meteoreisen !!,  

24     080914      Chepri bleibt dabei  

25     080914      Thomas Schipper: Mysteria >> Kernbohrungen   R. Lorenz    



SEITE III

26     080923      Kernbohrungen, Lorenz und Prahl Auseinandersetzung,, Eisenfunde von Prahl, Probyläen  Weltgeschichte > Wilson > Hyksos > Nil-Schmiede > Ramses IV hat die erste Eisenkrise der Welt. 

27     081005      Dolerithammer und die Schleifstoffe; Thebanische Obelisken,  vorgeschichtliche Steinhauer > Ornamente schleifen  



SEITE  IV

28     081008      Thomas Schipper, Eisen vor Hyksos,  

29     081009      T. Schipper. >  bjA = Erz  = Seth,, ab 3. – 6. 
                          Dynastie Erz mit fester Eigenschaft  

30     081014      Seth, Wüste, Meißel, Narmer,  Grobe     Werkzeuge > unedel; Anfänge d. Schmiedens, Diercke Weltatlas, Al Harra, Al-Baharija Erzvorkommen,  Vollbeladener Güterzug, Naqada-Kultur > Narmer, Betro > Meißel mr,  Westendorf > Narmer > mr; Zur altägyptische Reichseinigung ist das Eisen bereits bekannt, Ernüchterung festgestellt.  



SEITE  V

31-32  081016    T. Schipper, Atome und Phasenübergänge
                          > nicht erfolgsversprechend !!  

33     081031      Prof. Dr. H. Föll, Uni Kiel, , Meißel härten,,
                          Hieroglyphe Kupfer und Brunnen !  

34     081102      Hämatit, Roteisenerz, Eisenoxid, Eisenhydroxide, Magnetitlagerstätten, siderithisch; Uni Münster > Verhüttung mit Rennofen, Schmiede u. Stabeisen,  Eisen kam nicht zu den Pyramiden; Dr. C. Müller : Schmied, Feuer, Frau = Töpfer Eisenschmiede Naturvölker, nur kupferne Scheinwerkzeuge kein Gebrauchswerkzeug. Wo sind die Gravuren der Kupfer-Zeit ? hartes Cu von Anfang an,  D. Stocks beschreibt das Kupfer immer passend zu je seiner Anwendungen.  

35     081116    Stuhlmann Blasebälge,,  Eisen im Alten Rreich, Morgan:  Eisen um 4000 – 3500  im Sinai u. Ägypten  !!
Eisen ab –1500 überall i. d. Alten Welt !!; Blasebälge ab – 4000 in Ägypten,  Eisen im 3. Jahrtausend, ..., Schmiede einer sesshaften Urbevölkerung angehörten. 

Krauth & Meyer in: Der Steinmetz, Fe –3000,, Prof. Dr. Poulsen –2500 + sowie Erman und Spiegelberg,,  
-2800 in Ägypten von Ed. Meyer und Jielck                                Enzyklopädie der technischen Chemie : Holzkohle –3000, Eisen eher als Cu und Bronze  !!,  Eisen bei 700 °C. reduzierbar, dazu Siebers: lehnt Eisen vor Kupfer ab !; Wörterbuch der Kunst:  Eisenzeit ab dem Einsetzen der schriftlichen Geschichtsquellen. 
Stuhlmann u. Siebers: Blasebalg ist chalkolithisch



SEITE  VI

36     081116    bis  # 38, FD kennt sich aus,  # 39 Aset-hotep
 

40     081203      Antwort auf Lucas S. 235, Recherche; M. Betro, H. Moesta Handelpreise, Tribut Eisen / Kupfer, Mitterberg, Kupfer ist nicht nachvollziehbar. Wo sind die Bauten ?  Bearbeitungsspuren der ca.  40.000 m3 Hartgesteinsarbeiten / Rosengranit aus Assuan ?  

41     081204     bis # 42 FD: meint zu wissen wo es lang geht  

43     081205      Th. Schipper verweist auf Lucas / Harris,,  # 44 FD ist entsetzt !!  

45     081206      Meine Antwort auf FD; # 46 FD vermutet Vermutungen  




SEITE  VII

47     081206      Abschließende Zusammenfassung,
Moesta: "von menschengemachtes Eisen ab dem Chalkolithikum",  also –4000; zwei Funde und eine Waffe um -3000 - -2000 laut Desch. Fazit für das Jahr 2008


ab Juni   2009  

48     090609      Gast , Grabbeigaben von Amenophis III,
                                 425 kg schwarzes Cu = Eisen.  

49     091115      P. Knauth / Smith: Die Entdeckung des Metalls; Hethiter u. Eisenfunde  

51     091124 Erklärung Hethiter, Hattusa, Löwentor, Zeugnisse der Verwendung von Eisenwerkzeugen in Skulptur.  Smith sieht die ungeschriebenen Leistungen der Zivilisation in Museen. Gegenfrage zu den Anfängen: Wer hat die ersten  Eisendolche geschmiedet ??  

52     091204  Evolution von groben Anfängen ( prädynastisch ) bis zum Eisendolch, Guy Rachet:  Eisenbarren im Alten Reich und Naqada II Eisen-Perlen,  Barren > Dolch > vorher Spitzeisen und Beil für Bootsbau.  

53     091219      Geologie und Bodenschätze Ägyptens,            Deutsche Forschungsgemeinschaft, Sonderforschungsbereiche: Erzlagerstätten in Oberägypten u Bahariya; 2 Aufsätze:Die Oberpfalz Eisenverarbeitung Schmiedeschlacken, Temperatur um 900°C, nur Ägypten war in der Lage Eisendolche zu schmieden.  




SEITE  VIII

54     091231      Prähistorische Eisenperlen nicht im Einklang mit Eisenmeteoriten. Die Meteoritperlen aus Gerzeh und die hämatitischen aus Tura, Vergleich mit Meteoreisen

DFG = Nickeleisen vorhanden,  Menna MÖR, Worfamilie bjA u Meteoriteisen,  Seth, Horus und Osiris, Pepi bjA,  Pyramiden u Sargtexte beziehen sich auf  > Eisen.  

55     100109      Nachtrag zu # 54  

56     100113   Lexikon Wortfamilie bjA ( bj3 ),  Dissertation v. E. Graefe; Eisenluppe ungleich Meteoreisen       

57     100116  Lexikon bjA,   “ Wasserloch “, Beschreibung u. Erklärung der Eisenerze




SEITE  IX

58     100121  Lexikon bjA ( bj3 ),   “Schlitten“      Teil I

59     100204    Wortfamilie bjA (bj3),  “ Schlitten “ Teil II  

60     100325      Dolerithammer Versuche  I 




SEITE  X

62     100418    Dolerithammer, Figuren und Obelisk von Sesostris I                                 

63     100420    Th. Schipper bezieht sich auf D. und R. Klemm                                    

64     100501     Kommentare zum ersten Absatz aus Klemm / Klemm            

65     100527    Wollsackverwitterung, Schiefer, Granit und unser Dolerithammer               




SEITE  XI

66     100619 Verschleißberechnung des Hammer´s aus Dolerit
                       bei der Granitbearbeitung     

67     100622    T. Schipper:  Steinbearbeitung mit Feuer ? 

68     100623    Aset-hotep  lässt die Katze aus dem Sack

69     100623   Aset-Hotep    Teil II                                                            

70     100703    Antwort auf  # 67 – 69

71     100705   Gast: Ergänzung zum Download www.QuarryScapes.no-pdf

72     100822   Brennstrahlverfahren und Feuersetzen    




SEITE  XII

73     100831    Gewinnung von Granit mit dem         
                        Brennstrahlverfahren  

74     100909   Beweise, Bilder von punktgespitzten   
                       Granitoberflächen im Alten Reich

75     101003   Bild: gespitzte Rosengranit-Fundamentsteine
                       der Mykerinos  Pyramide                    




SEITE  XIII

76     101018       Carlo Bergmann und der Wasserberg des
                           Djedefre, Ocker / Pigmentabbau ?

77     101102   Wasserberg des Djedefre,  keine Pigmente, 
                       Verwendung des Eisenoxides als Erz  !!



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Ab Dezember 2010 ist das Forum Faszination-Ägypten.de Offline, es wurde aufgelöst und vom www. genommen.

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78     110208    Die Schmiede und Erzarbeiter im
                        altägyptischen Reich, zur Zeit des Cheops


Zu B. Scheel,  Teil I  
Eine Beschreibung mit Anmerkungen zur Dokumentation von B. Scheel:  
Studien zum Metallhandwerk im Alten Ägypten I Handlungen und Beischriften in den Bildprogrammen der Gräber des Alten Reiches. SAK 12, 1985, Bernd Scheel.



78/1   110210   Die soziale Stellung der Schmiede und der Erzarbeiter, die
                         bjA-Metall verarbeiteten, im Alten Reich Ägyptens,
                         zur Zeit des Cheops




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SEITE  XIV



79       110308     Teil II:     Die Schmiede und Erzarbeiter des Mittleren Reiches,
                                                          im alten Ägypten
Zu B. Scheel, Teil II
Eine Beschreibung mit Anmerkungen zur Dokumentation von B. Scheel:  
Studien zum Metallhandwerk im Alten Ägypten II Handlungen und Beischriften in den Bildprogrammen der Gräber des Mittleren Reiches. SAK 13, 1986, Bernd Scheel.
 



79/1  110422    Nachtrag zu den Beiträgen # 78/1 und # 79
                                    
1.) Die Lehre des Cheti, Sohn des Duauf;
2.) Eisenfund, ägyptische Speerspitze bei Buhen 1800 v. Chr;

3.) Götter bewohnten Ägypten,
die Schreibung für Kupfer, Bronze und Eisen (bj3) im alten Ägypten;
4.) G. A. Wainwright, Iron In Egypt;

5.) Der Disput des Eisens an das Silber.





80/1        110312  Teil III-A)   Irrungen und Wirrungen zur bjA-Diskussion

Zu B. Scheel, Teil III
Eine Beschreibung mit Anmerkungen zur Dokumentation von B. Scheel:
Studien zum Metallhandwerk im Alten Ägypten III Handlungen und Beischriften in den Bildprogrammen der Gräber des Neuen Reiches und der Spätzeit. SAK 14, 1987, Bernd Scheel.

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            SEITE XV


81
      280711  Die Hieroglyphen für „Erz“ und „Erzarbeiter“    

Dr. Arnold Brunner / Prof. A. Scharff, Die Lehre des Cheti, Sohnes des Duauf
Herman Junker,   Die Hieroglyphen für „Erz“ und „Erzarbeiter“,  MDAIK 14
Prof. Dr. Silvio Curto, Postille circa la Metallurgia Antico-Egizia
Kaplony, Ägyptologische Abhandlungen Nr. 15, Die Inschriften der äg. Frühzeit
Wolfgang Helck,  Die Lehre des Dw3-Htjj
Erhart Graefe,  Dissertation  “Untersuchungen zur Wortfamilie bj3“
Bernd Scheel,   Studien zum Metallhandwerk im Alten Ägypten I, II und III,
Handlungen und Beischriften in den Bildprogrammen der Gräber. SAK 12, 13, 14.





Neuer Absatz




  geändert/ergänzt   24.01.12                                        


                              Eisenfunde aus dem Alten Ägypten 

Vorwort

Grabräuber zeigten sich zu allen Zeiten unbeeindruckt von rostigen Eisenfunden. Erfolgsversprechend waren für sie Mumien und Schmuck. Anerkennenswert dennoch ist der Hinweis von Wissenschaftlern unter Leitung Napoleons um 18oo, die mit Funden von Eisenbarren aus den Gräbern des Alten Reiches aufwarteten.       Siehe hierzu unten und # 52.

Erst mit dem inzwischen entwickelten ägyptologischen Bewusstsein seit Ende des 19ten Jahrhunderts – als es kaum mehr ungeöffnete Gräber gab – wurde man sich des „Alteisens“ bewusst.
Der historische Hintergrund ist, dass F. A. Mariette in Zusammenarbeit mit  H. Brugsch in den 1860er Jahren die Inschriften des Serapeum in Sakkara übersetzten, und K. R. Lepsius die Inschriften der Königslisten aus Abydos veröffentlichte.

Ab diesem Zeitpunkt konnte die altägyptische Königsabfolge zum ersten Mal zweifelsfrei vor dem biblischen Zeitgeist belegt werden. Dachte man bislang, die altägyptische Kultur hätte sich parallel der Griechischen und Römischen etabliert, so musste sie nun um ca. 2000 Jahre vorverlegt werden. Erst von da an war man sich über das tatsächliche Alter der Tempel, Gräber und Pyramiden im Klaren.

Das bedeutet, dass alles bis dahin entnommene rostige Eisen als unattraktives Inventar angesehen wurde, und dass - abgesehen von den Eisenfunden archäologisch denkender Forscher -  alle Eisenartefakte durch die Entnahme von Invasoren, Einheimischen, Plünderern und Kolonialisten beseitigt wurden.    


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Als Belege der These, dass in Ägypten bereits seit dem Alten Reich Eisen bekannt war, gewonnen und verarbeitet wurde, werden im Folgenden Fundberichte aufgelistet, und zwar in
Übersicht 1.) in der zeitlichen Reihenfolge der Auffindung, in
Übersicht 2.) in der Zuordnung zur Gliederung der ägyptischen Geschichtsperioden.    




1.)   Eisenfunde aus dem Alten Ägypten,

      aufgelistet nach dem Jahr der Entdeckung  


1820  Giovanni Belzoni entdeckt unter einer Sphinx aus dem Neuen Reich, 18. Dynastie eine eiserne Sichel.  


1830  verzeichnet Joseph (Giuseppe) Passalacqua zwei eiserne Hacken aus einem Massengrab, datiert ins Mittlere/Neue Reich, Inventar Nr. 7103 und 7104. Q: Königliche Museen zu Berlin, Ausführliches Verzeichnis der ägyptischen Altertümer, 1899.    


1837 J. R. Hill findet in der Cheops-Pyramide  bei Sprengarbeiten ein Eisenbruchstück aus dem Alten Reich, hierzu schreibt er:
"... Tatsächlich stammen die ältesten Eisenfunde in Ägypten aus der Zeit um 2580 v. Chr. Sie wurden im Jahre 1837 beim Absprengen einer Steinlage in einer inneren Stein-Lagerfuge der Cheops Pyramide von Gizeh gefunden.
Bei jenem fast 5000 Jahre alten Werkzeugrest handelt es sich um ein mit Nickelspuren durchsetztes weiches Eisen, dessen gebundener Kohlenstoff eine - oft vermutete - meteoritische Herkunft mit einiger Sicherheit ausschließt“.   

Quelle: http://www.geschichtsforum.de/f24/cheopspyramide-18191/index8.html, Maser, Veröffentlichungen im Bergbauwesen    


1840  veröffentlicht Howard Vyse den Fund eines Eisenobjektes, welches an einem altägyptischen Steinverarbeitungsplatz nahe der Cheops Pyramide gefunden wurde.  


1865  R. Lepsius archiviert Funde aus einer Nekropole der 11. – 19. Dynastie mehrere Eisenartefakte, darunter  einen Eisenstab (Inventarnummer 2841) sowie eine eiserne Pflugschar (Inv.Nr. 13876). Q: Königliche Museen zu Berlin, Ausführliches Verzeichnis der ägyptischen Altertümer, 1899.


1881   Maspero entdeckt bei der Öffnung einer Seitenkammer, an der Unas Pyramide bei Sakkara  5 – 6 Eisenmeißel,  neben Farbtöpfen und Abfällen von Kalkstein und Alabaster.  Altes Reich, 5. Dyn.


1882  Maspero entdeckt den Fund einer eisernen Hacke in den Gräbern von Abusir und zerbrochene Eisenwerkzeuge aus Dashur aus derselben Zeit.
Altes Reich, 5. – 6. Dyn.  


1908 Reisner publiziert aus dem Taltempel der Mykerinos Pyramide, ein dem Mundöffnungsritual zugeschriebenes Besteck mit eisenrosthaltiger Kruste. Altes Reich.  


1911 Petrie belegt bei Ausgrabungen in Abydos, ein großes Stück bearbeitetes Eisen in Verbindung mit Kupfer, Altes Reich, 6. Dynastie.  


1911 Wainwright, Petrie und Mackay dokumentieren aus zwei prädynastischen Gräbern in El-Gerzeh, sieben bzw. zwei stark verrostete Eisenperlen, die Bestandteile einer Kette bzw. eines Armbandes waren.  


1922 Howard Charter lokalisiert in der Grabkammer des Tutanchamun, ein 16-Teiliges Besteck von Meißelmodellen mit dünnen Eisenklingen. Einen schweren Eisendolch mit feinst ziselierter Klinge, dessen Punzierung nur mit Stahlwerkzeugen zu realisieren war. Weiterhin zwei massive Amulette und einen Ring aus Schmiedeeisen. Alle Eisenartefakte erwiesen sich als nickelfrei. Neues Reich, 18. Dynastie, um -1355.  Q: Wainwright 


1923  Adolf Erman in Aegypten III, ACHTZEHNTES KAPITEL, Das Handwerk. Dass man seit dem alten Reiche auch schon Eisen zum Gerten (landwirtschaftliche Arbeiten) verwendet hat, ist eine Tatsache, an der man nicht mehr gut zweifeln kann, da es verschiedentlich gelungen ist, beim Abbrechen alten Mauerwerkes zwischen den Steinen desselben Stücke eiserner Werkzeuge zu finden.      


1928 C. H. Desch untersucht mittels Elementaranalysen den Nickelgehalt an altägyptischen Eisenfunden. Der Befund zeigt nickelfreies Eisen, nur zwei Stücke enthielten Nickel in unterschiedlicher Konzentration.  Einen Beweis, dass nickelhaltiges Eisen ausschließlich meteoritisch sein müsste kann niemand erbringen. Fakt ist aber, dass noch heutzutage Nickeleisenerz in Ägypten abgebaut wird. Siehe auch unten zu Moesta, Desch und “Fazit“.  


1928 Lukas: “Der wohl eiserne Ring vom prädynastischen Friedhof in Armant (zit. Lucas l.c. S. 237) ging verloren, ehe er näher untersucht werden konnte“.   


1932 Wainwright (S.74; Deveria: „Le fer et l’aimant“) erwähnt Fundstücke von einem aus Eisen gefertigten kleinen Rinderschenkel und einem Dechsel aus Elfenbein mit eiserner Klinge. Q: Aegyptologie.com/Lexikon/Meteoreisen. Anmerkung: Eine zeitliche Zuordnung wird nicht angegeben. Zeremonialwerkzeuge,  die beim MÖR verwendet wurden, sind sie in das Alte Reich datierbar.


1935 Brunton veröffentlicht eine eiserne Klinge von einem der pesesch-kef-Amulette, die er in Deir el-Bahari im Grab der Ashayit fand und die aus der 11. Dynastie, dem Mittleren Reich stammen. Nach Lucas l.c. S. 238, wird der Nickelgehalt mit ca. 10% angegeben. Siehe hierzu die Anmerkung unten, bei Fazit.


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2.)   Eisenfunde aus dem Alten Ägypten in Wort, Schrift und Bild,         
       gegliedert in der zeitlichen Abfolge:    

 
               PRÄDYNASTISCHE ZEIT

-4000  In Ägypten gaben zwei etwa 6000 Jahre alte Fundorte am Nil Eisenperlen, ein Eisenamulett und eine eiserne Messerklinge frei. Quelle: Knauth / Smith,  Die Frühzeit des Menschen / Die Entdeckung des Metalls,  Funde Seite 83.    
(Wainwright, Petrie und Mackay sprechen nur von den 9 rostigen Eisenperlen)

-3200  Prädynastische Mythen beschreiben erstmals eherne ( eiserne, aus bjA bestehend ) Speere und Dolche im legendären Kampf zwischen Horus und Seth, sowie die eiserne Klinge seiner Mutter Nut. Aus bjA war übrigens auch der Speer gedacht, mit dem Seth die Apophisschlange vom Boot des Sonnengottes aus attackiert.        


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              FRÜHDYNASTISCHE ZEIT


-3000  H. Moesta,  Erze und Metalle – ihre  Kulturgeschichte im Experiment, 1986,    S. 150:
Im Grab von Tell Chagar Bazar (am nördlichen Ende des Belich, Nebenstrom des Euphrat) und in einem präsargonidischen Tempel in Mari am mittleren Euphrat wurden Eisenbruchstücke gefunden, die laut Untersuchung von Desch eindeutig nicht meteoritischen Ursprungs sind.
Die Reste werden auf 3000 bis 2700 v. Chr. Datiert.
In Tell Asmar fand sich aus der gleichen Zeit die erste eiserne Waffe.   
   
-2910   Anedjib,  (Hor-aned-jib) ist der Horusname des altägyptischen Königs (Pharaos)  der 1. Dynastie (Frühdynastische Zeit), welcher um 2910 v. Chr. regierte.
Sein Nebtiname: Nbwj-mr.j-bj3-p = Geliebter des eisernen Throns der beiden Herren.
Der Thron- und Eigenname: Mr.j-bj3-p = Geliebter des eisernen Throns. (Q: Wikipedia, Anedjib)


-2900  Lukas 1928: “Der wohl eiserne Ring vom prädynastischen Friedhof in Armant (zit. Lucas l.c. S. 237) ging verloren, ehe er näher untersucht werden konnte“.       


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                          ALTES REICH


-2600   “Die Königsgräber von Ur enthielten einige rostige Eisenfragmente ...“.
“Bei Alaca Hüyük in Anatolien, einem in das dritte vorchristliche Jahrtausend zurückdatierten Fundort, entdeckten Archäologen eine Eisennadel und das Fragment einer sichelförmigen Platte“. Quelle: Knauth / Smith,  Die Frühzeit des Menschen / Die Entdeckung des Metalls,  Funde Seite 83.  


-2590   Die Inschriften von Cheops und seinem Sohn am „Wasserberg des Djedefre“ bestätigen den Abbau von Eisenerz im Alten Reich.       Siehe   #  76 - 77    


-2580   J. R. Hill findet 1837 in der Cheops-Pyramide  bei Sprengarbeiten ein Eisenbruchstück,hierzu schreibt er:
"... Tatsächlich stammen die ältesten Eisenfunde in Ägypten aus der Zeit um 2580 v. Chr. Sie wurden beim Absprengen einer Steinlage in einer inneren Stein-Lagerfuge der Cheops Pyramide von Giseh gefunden. Bei jenem fast 5000 Jahre alten Werkzeugrest handelt es sich um ein mit Nickelspuren durchsetztes weiches Eisen, dessen gebundener Kohlenstoff eine - oft vermutete - meteoritische Herkunft mit einiger Sicherheit ausschließt“.   

Quelle: http://www.geschichtsforum.de/f24/cheopspyramide-18191/index8.html; Maser, Veröffentlichungen im Bergbauwesen    


-2580   Howard Vyse veröffentlicht 1840 den Fund eines Eisenobjektes, welches an einem altägyptischen Steinverarbeitungsplatz nahe der Cheops Pyramide gefunden wurde.  


-2520    G. A. Reisner publiziert 1908 aus dem Taltempel der Mykerinos Pyramide, ein dem Mundöffnungsritual zugeschriebenes Besteck mit eisenrosthaltiger Kruste, 4. Dynastie.  


-2500   Lexikon des alten Ägypten von Guy Rachet, franz. Originalausgabe 1998, Metall, Seite 228:
„In einigen Gräbern des Alten Reiches fand man Barren aus Eisen.  … im Neuen Reich war dieses Metall besser bekannt, ....“. Zur Naqade II-Kultur schreibt er auf S. 246, zu den gefundenen Perlen: „ ... Eisen, was jetzt zum ersten Mal auftaucht.“  

Adolf Erman, 1923,  Aegypten III, ACHTZEHNTES KAPITEL, Das Handwerk: “Dass man seit dem alten Reiche auch schon Eisenwerkzeuge verwendet hat, ist eine Tatsache“     


-2500   Maspero entdeckt 1881 bei der Öffnung einer Seitenkammer, an der Unas Pyramide bei Sakkara  5 – 6 Eisenmeißel,  neben Farbtöpfen und Abfällen von Kalkstein und Alabaster. 5. Dynastie.


-2400   Maspero entdeckt 1882 den Fund einer eisernen Hacke in den Gräbern von Abusir, und zerbrochene Eisenwerkzeuge aus Dashur aus derselben Zeit.  5. – 6. Dynastie. 

 
-2400    „Absonderlich mutet auch das Material an, aus dem die Ägypter ihre Netjerti-Geräte fertigten. In den Pyramidentexten des Pharaos Unas wird das bj3-Instrument als "Meißel aus Erz" beschrieben“. Q: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8701228.html    


- 2400   Die Pyramidentexte beschreiben eiserne Throne, Stricke und Ketten, die aus Erz hergestellt seien – von Meteoriten ist nicht die Rede.     


-2400  Wainwright, 1932 (S.74), erwähnt Fundstücke von einem aus Eisen gefertigten kleinen Rinderschenkel und einem Dechsel aus Elfenbein mit eiserner Klinge. Q: Aegyptologie.com/Lexikon/Meteoreisen.
Anmerkung: Eine zeitliche Zuordnung wird nicht angegeben. Da als Zeremonialwerkzeuge identifizierbar,  die beim MÖR verwendet wurden, erfolgt meinerseits die Datierung in das Alte Reich.


-2350   Pyramidentexte des Pepi I,  6. Dynastie :
"Horus hat den Mund dieses Pepi geöffnet mit dem,
womit er den Mund des Osiris geöffnet hat;
mit dem Erz (bjA), das aus Seth kam,
mit dem Schenkel aus Erz, der den Mund der Götter öffnet".    

Anmerkung: Wüste, Descheret, „die rote Erde“, wo Seth, der rote Gott regierte; es wird also der Fundort der Erze genannt, wie es auch in den Expeditionsinschriften beschrieben wird.   Siehe hierzu  Beitrag # 54    


-2350   “Aus Eisen terrestrischer Herkunft sind die unbearbeiteten Eisenklumpen der Zeit von Pepi I (6. Dynastie) aus Abydos“. Q: S. Przeworski, Die Metallindustrie Anatoliens in der Zeit 1500-700 v. Chr.,  Seite 142.    


-2300  Petrie belegt 1911 bei Ausgrabungen in Abydos, ein großes Stück bearbeitetes Eisen in Verbindung mit Kupfer, 6. Dynastie.  



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                            MITTLERES REICH
 


siehe auch unten zum Punkt: Neues Reich, Geräte des mittleren und des neuen Reichs aus einem Massengrab bis zur Zeit Ramses II.      


-2050    Brunton veröffentlicht 1935, eine eiserne Klinge von einem der pesesch-kef-Amulette, die er in Deir el-Bahari im Grab der Ashayit fand und die aus der 11. Dynastie, dem Mittleren Reich stammen.
Nach Lucas l.c. S. 238, wird der Nickelgehalt mit ca. 10% angegeben. Siehe hierzu die Anmerkung unten, bei Fazit.


-2000   Die Lehre des Cheti (insbesondere die Untersuchungen von Brunner und Helck) belegt die Benutzung von eisernen Werkzeugen, wie z.B. beim Holzarbeiter, Zimmermann, Tischler, Feldarbeiter und Steinmetzen. (siehe Beiträge # 80 ff)  


-2000     Ein eiserner Dechsel zur Zeit des Sesostris I,  12. Dynastie:
“D. Arnold fand in Lischt ein kurzes breites Eisen mit aufgerolltem Ende. Mit dem aufgerollten Ende konnte es in einem Holzgriff verankert und als kurze, präzise einsetzbare Dechsel verwendet werden. Quelle 762: Arnold, Pyramid, 102, fig. 49. Dieses Eisen wurde von ihm als “scraper“ bezeichnet“.   
Quelle: K. Dohrmann, Dissertation Analyse der Sitzstatuen Sesostris I aus Lischt, S 128.


-2000     Die Inschrift einer Horus-Stele zur Zeit des Sesostris I:
„Auf dem Schlitten die kostbare Fracht aus Eisen ( bjA ), die zu holen der König den Beamten zu der Mine geschickt hatte“. Q: Menna in Wortfamilie bjA ( 2009 ) / Zitat aus E. Graefe. Seite 85; siehe auch Beitrag # 58    


-2000     „Außerdem berichtet ein Text aus dem Anfang des –19. Jhd. von der Entsendung eines ägyptischen Gesandten nach Nubien um Gold und Eisenerz zu holen“.
Q: Stefan Przeworski (1939),  Die Metallindustrie Anatoliens in der Zeit von 1500 – 700 v. Chr., S. 142    

-1900    Der mesopotamische Disput des personifizierten Eisens an das Silber, beschreibt die Handhabung eiserner Werkzeuge der arbeitenden Bevölkerung, insbesondere Hacken, Dechsel, Axt und Sichel. (Beitrag # 80)


-1800   "Als ältestes Eisenstück lässt die Forschung heute meist eine ägyptische Lanzenspitze  gelten, die in einem Grab zu Buhen in Nubien von etwa 1800 v. Chr. gefunden wurde". Q: D. Raabe,  „Geschichte der Metalle“, S. 73    

 
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                                        NEUES REICH       


 18 Dynastie
 


In einem Massengrab, datiert ab dem Mittleren Reich bis zu Ramses II, fand Joseph (Giuseppe) Passalacqua um 1830, zwei eiserne Hacken (Inv.Nr. 7103 u. 7104).

R. Lepsius
beschreibt um 1865 die Funde eiserner Geräte, einen Zeremonial- bzw. Eisenstab (Inventarnummer 225), sowie eine eiserne Pflugschar (Inv.Nr.13876).
Q: Königliche Museen zu Berlin, Ausführliches Verzeichnis der ägyptischen Altertümer, 1899.    


-1500   Stiftungsliste des Thutmosis III, Weihgaben-Nr. 167, nach Walter Wreszinski:
"Ein eisernes Libationsgefäß in Form des Lebenszeichens. Nach anderen Quellen sei auch Nr. 177 ein quadratischer Altar aus Eisen".    


-1500   Eine eiserne Nadel, gefunden in Abydos. Q: Wainwright, Iron in Egypt.  

S. Przeworski belegt hierzu noch einen Fingerring, einen Knauf und eine Sichel aus Eisen (ob es die von Belzoni ist, geht nicht klar hervor).  


-1454    Amenophis II verzeichnet in der Inventarliste seiner königlichen Waffen der Schatzkammer 140 Eisendolche 
Q: Die Schutzwaffen der Skythen, E. V. Chernenko, 124, Fußnote 52: Avdiev, Voennaja Istorija Drevnego Egipta 2 (1959) 263.


-1450   Giovanni Belzoni entdeckt um 1820 unter einer Sphinx aus dem Neuen Reich, 18. Dynastie eine eiserne Sichel. Q: Wainwright, Iron in Egypt


-1400    In der Verzeichnisliste der Grabbeigaben des Month-Tempels von Amenophis III, werden neben Bronze und Kupfer noch 425 kg schwarzes Kupfer = Eisen genannt. Q: F. Teichmann, Der Mensch und sein Tempel, S. 133.


Die exzellente Blütezeit der altägyptischen Eisenschmiedekunst wird am Trauungsgeschenk von Amenophis III an Taduchepa verdeutlicht: Ein Armreif aus Eisen, mit Gold beschlagen, darin als Intarsien Vögel aus echtem Lapislazuli. ( Q.: u.a. nefershapiland.de )      


-1400   11 Stück Eisen-Artefakte aus dem Hathor-Tempel in Timna, die sich nach einer chemischen Analyse als nickelfrei erwiesen. Q: Encyclopedia of the Archaelogy of Ancient Egypt, 1999, S. 526. (siehe auch Beitrag # 81)

-1355  Howard Charter lokalisiert 1922 in der Grabkammer des Tutanchamun, ein 16-Teiliges Besteck von Meißelmodellen mit dünnen Eisenklingen, sowie zwei massive Amulette aus Schmiedeeisen;   Q: S. Przeworski.  

Weiterhin einen schweren Eisendolch mit feinst ziselierter Klinge, dessen Punzierung nur mit Stahlwerkzeugen zu realisieren war. Alle Eisenartefakte erwiesen sich als nickelfrei.   Q: Wainwright, Iron in Egypt. 


                       

19. Dynastie
     


-1300  Fund eines eisernen Armreifes aus der 19. Dynastie. Q: Wainwright.
S. Przeworski belegt hierzu mehrere eiserne Axtklingen, sowie einen Eisendolch.    

-1200  Archäologischer Fund eines Eisenschwertes (Hellebarde) des Ramses III.
Q: Wainwright  


-1200  Beigaben und Funde von eisernen Nadeln, Messern und ehernen Klingen im Ramesseum.           Q: Petrie, Tools and Weapons.  

Bekannt ist auch ein bearbeiteter Eisenbarren aus Meidum. Q: Stefan Przeworski (1939),  Die Metallindustrie Anatoliens in der Zeit von 1500 – 700 v. Chr., S. 142.    



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Es gilt festzuhalten: 

 Fundstücke aus Meteoreisen in Ägypten …, sind extreme Raritäten. In den zusammenfassenden Berichten zur Eisenverarbeitung in Ägypten sowie über eiserne Fundstücke von Lucas (1962), Coghlan (1977) und Wainwright (1932, 1936) werden nur zwei durch Nickel-Analysen zweifelsfrei als aus Meteoreisen bestehende Objekte erwähnt. Quelle: Ägyptologie.com/Lexikon/Meteoreisen; vom Mitglied Menna    


Fazit:
 

Der Nickelgehalt von nur zwei Befunden wird durch den Nachweis des Vorkommens von Ni-haltigen Eisenerzen in Ägypten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Strukturen und Ressourcen in Nordost-Afrika) und auch von F. El-Baz (The Geology of Egypt) verständlich. (siehe Beitrag  # 53 ff)  


Nachgewiesen ist somit, dass alle aufgeführten Fundstücke aus Eisen terrestrischen Ursprungs sind.
 


Im Beitrag #81, „Die Hieroglyphen für Erz und Erzarbeiter“ wurden Hinweise berichtet, dass schon im Alten Reich der Werkstoff bjA als terrestrisches Eisen zu lesen ist.  

Eine Assoziation zur himmlischen Herkunft könnte durch die bläuliche Farbe des blank geschliffenen Schmiedeeisens abgeleitet werden, bzw. durch die schillernden Regenbogenfarben Gelb, Rot und Blau, die beim Abschrecken (Anlassen) des Metalls von der Schneide hin zum Schaft wandern. Hierbei dominiert die Blaue Färbung, die nach dem Abkühlen als sichtbare Linie erhalten bleibt.    

Überliefert ist uns die Farbe Blau für Eisen im Sprachgebrauch, als auch in der Farbgebung von eisernen Gegenständen in altägyptischen Reliefs.  

Eine meteoritische Herkunft kann auch nicht aus „religionsideologischen Gründen“ postuliert werden, da die mineralogische Situation (Nachweis von Ni-haltigen Eisenerzen) in Ägypten diese Vermutung überflüssig macht.  


Wir dürfen also davon ausgehen, dass für den Pyramidenbau Eisenwerkzeuge zur Verfügung standen und verwendet wurden.    

F. Stuhlmann, R. Andree, Felix von Luschan, A. Brunner (siehe Beitrag #81) und viele weitere berufene Forscher, sowie die altägyptischen Reliefs zur Metallverarbeitung (B. Scheel) unterstreichen meine Erkenntnisse und das von mir zusammengetragene Material.     


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Zur außereuropäischen “Eisenzeit“:  

Von W. Piersig  (2009), “Geschichtlicher Überblick zur Entwicklung der Metallbearbeitung, Werkstoffe, Werkzeuge, Materialbearbeitungsverfahren bzw. –techniken vom Anbeginn der Zeitrechnung“:  
um  4000   … Hartlöten in Ägypten und Mesopotamien in Anwendung, primitive Kupferäxte kennen die Ägypter, Eisen etabliert sich bei ihnen und im sumerischen Ur.
um 2500 – 2000    Beginn der Eisengewinnung. Einsatz des Blasebalges fängt an.
um 2000         Feuer- oder Hammerschweißen bei der Eisenbearbeitung beginnt.
um 1475       Älteste Abbildung für fortgeschrittenen Blasebalg entsteht. Nachweis ist die Wandmalerei im Grab des ägyptischen Stadthalters Rekhmara (Rekhmire).
um 1340         Eisendolche werden poliert
um 1200         Eisen wird wohlfeilstes Metall und beginnt die Bronze zu besiegen. 


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Aus: http://www.informatik.uni-oldenburg.de/~hoshi/timeline.htm

- 3900  Ägypter schmelzen Metall und verwenden Meteoriteisen
- 1900  Babylon: Gebrauch von Eisen
- 1600  Anatolien: Eisenproduktion  

>> ließen sich zu der angegebenen Zeit Meteoriten schmelzen ?  Schmuckstücke daraus extrahieren oder zusammenschmieden ??

 


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Aus: “Holzkohle in der Erd-, Ur- und Frühgeschichte“, von E. Gering :  
Zwischen 3000 und 2000 v.0 tauchte  erstes verhüttetes Eisen in Mesopotamien,  Kleinasien, Ägypten und im Sudan auf. Funde aus der Sub-Saharazone belegen, dass rennofenähnliche Verfahren zur Eisengewinnung schon um 2000 v.0 auch im südlichen Afrika bekannt waren.    



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